Fensterleder vs. Mikrofasertuch

Der professionelle Gebäudereiniger hat oftmals das gleiche Problem wie die Hausfrau. Die Fenster werden nicht streifenfrei sauber. Das kann mehrere Gründe haben, die auch viel in unterschiedlichen Foren diskutiert werden. Altbewährte Hausmittel zum Fensterputzen geraten mehr und mehr in Mode, egal, ob es sich um Essig, Zitronen oder Shampoo handelt.

In den meisten Fällen bleibt jedoch eines nicht aus: das Nachputzen. Vereinzelt existieren zwar Reinigungsmittel, die ohne ein lästiges Nachputzen funktionieren, doch beim genauen Blick sind vereinzelte Schlieren zu erkennen. Was bei der Glasfassadenreinigung kaum auszuschließen ist, treibt so manche Hausfrau in den Wahnsinn.

Auch hierfür werden in Foren unterschiedliche Varianten diskutiert. Zeitungspapier ist zum Nachputzen eher nachteilig, da die Druckerschwärze unansehnliche Flecke hinterlassen kann. Auch ist nicht jede Zeitung zum Putzen geeignet.

Zwei sehr gute Alternativen bilden Mikrofasertücher und Fensterleder.

Verwendung des Fensterleders

Das Fensterleder, oder auch Putzleder genannt, gehört zu den technischen Lederarten. Es wird vorrangig aus Schafs- Wild- und Ziegenfällen hergestellt. Durch das spezielle Gärbungsverfahren besticht es durch eine sehr hohe Saugkraft. Dabei wird die Flüssigkeit im Inneren des Tuches eingeschlossen.

Neben ihrer Saugfähigkeit bestechen Fensterleder durch ihre weiche Oberfläche. Dadurch können Staub und Nässe besonders gut aufgenommen werden. Da diese Tücher nicht so steif wie beispielsweise Zeitungen sind, sind sie optimal dazu geeignet, die Ecken und Kanten zu reinigen.

Auch die Haltbarkeit und Wiederverwendbarkeit sind Vorteile des Fensterleders. Sie können einfach gewaschen werden. Am besten empfiehlt sich das Einlegen in Salzwasser, da dadurch das Leder weiterhin weich und geschmeidig bleibt.

Leider sind Fensterleder in guter Qualität auch nicht ganz billig. Mit 10 bis 15 EURO schlagen die Produkte zu buche. Wer es etwas exklusiver möchte, kann sich Charmoisleder besorgen, welches allerdings mit 50 EURO zu Buche steht.

Mikrofasertücher bestehen aus einem Gewebe mit einer hohen Maschenzahl. Dadurch entsteht die extrem hohe Reinigungskraft. Mikrofasertücher entfalten ihre größte Reinigungskraft im feuchten Zustand. Zum Fensterputzen jedoch sollten sie so trocken wie möglich sein, damit sie keine Schlieren oder Streifen hinterlassen. Weiterhin besitzen sie eine nicht so hohe Lebensdauer, wie das Fensterleder.

Fazit:

Das Fensterleder ist zwar teurer als das Mikrofasertuch, besticht jedoch durch seine hohe Saugkraft und seine Langlebigkeit. Auch in Sachen Wiederverwendbarkeit ist das Fensterleder deutlich besser. Das Mikrofasertuch ist in erster Linie zum Entfernen von Schmutz gedacht und ist daher zum Nachputzen von Fenstern nur bedingt geeignet, besticht jedoch durch seinen Preis.

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