Gebäudereinigung: von der Wandwäsche zum Facility Management

Gebäudereinigung in der historischen Betrachtung

Die Anfänge der Gebäudereinigung lassen sich auf das 17.Jhd. datieren. Zum Ende des 30-jährigen Krieges zogen sogenannte Wand- und Wagenwäscher durch Norddeutschland, um in den Städten die Fassaden mit Bürste, Eimer und Leitern zu reinigen.

Die mit der heutigen Zeit vergleichbare Gebäudereinigung entstand zu Beginn der Industrialisierung in Deutschland. Nachdem sich Glas als Rohstoff durchsetzte und vermehrt verbaut wurde, gründete der Franzose Marius Moussy 1878 in Berlin das „Französische Reinigungsinstitut“. Dabei spezialisierte er sich auf die Reinigung von Glasflächen. Seit diesem Zeitpunkt vermehrte sich das Reinigungsgewerbe stetig. 1934 wurde der Beruf „Gebäudereiniger“ als Handwerksberuf anerkannt.

Mittlerweile existieren in Deutschland mehr als 34.000 Betriebe mit mehr als 870.000 Angestellten.

Arbeitsfelder der Gebäudereinigung

Im Laufe der Zeit erweiterte sich das Aufgabengebiet der Gebäudereiniger. Während in den Anfangszeiten die Fassaden- und Glasreinigung im Vordergrund stand, kamen mit der Verwendung neuer Werkstoffe weiter Aufgaben dazu. Auch im Zuge der Fokussierung der Unternehmen auf das Kerngeschäft wurden unabdingbare Unterstützungsleistungen, wie die Gebäudereinigung oder die Steuerberatung, an externe Firmen abgegeben. Das Aufgabenspektrum erstreckt sich mittlerweile unter anderem über:

Facility Management und Gebäudereinigung

Unternehmen, die sich auf Gebäudereinigung spezialisieren, sind daran interessiert, einen kompletten Vollservice für ihre Kunden anbieten zu können. Daher wurden die klassischen Aufgaben um ein erweitertes Spektrum angereichert. Hierzu zählen:

Um einen Beruf im Bereich Gebäudereinigung ausüben zu können, sind nicht nur Zuverlässigkeit und Sauberkeit notwendig. Bei Fassadenreinigungen gehören genauso Höhenresistenz und Klettererfahrung dazu.

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