Reinigung mit der Sandstrahlpistole

Die Macht des Sandes
Die Macht des Sandes - © dido-op by pixelio.de

Eine Sandstrahlpistole kommt immer dann zum Einsatz, wenn Oberflächen von Korrosion, Farben, Lacken oder Verunreinigungen befreit werden sollen. Sandstrahlpistolen sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und können für eine Vielzahl von Anwendungen herangezogen werden. Die Reinigung von Fassaden, Mauerwerken oder Fachwerken ist genauso möglich wie die Abtragung von Oberflächen beim Entlacken oder Entrosten. Durch die reinigende und aufrauende Wirkung eigenet sich Sandstrahlen aber auch hervorragend um Werkstücke auf eine Lackierung vorzubereiten. Sandstrahlpistolen werden ebenfalls bei der Graffitientfernung eingesetzt. Die Sandstrahlpistole funktioniert dabei nach einem einfachen Prinzip: Ein Kompressor erzeugt einen starken Luftstrahl, der mit einem Strahlmittel versetzt, und durch eine Düse gebündelt wird. Durch den Druck, mit dem das Strahlmittel auf die Oberfläche aufgebracht wird, löst sich die Verschmutzung. Allerdings wird auch ein Teil der Oberfläche abgetragen. Je nach Art der Verschmutzung und Beschaffenheit der Oberfläche können daher auch andere Strahlmittel als Sand zur Anwendung kommen.

Strahlmittel für die Sandstrahlpistole

Zur Entfernung von Rost und Lack wird oft Korund verwendet. Dieses sehr scharfkantige Strahlmittel hat eine hohe Reinigungsleistung, hinterlässt aber auch eine sehr raue Oberfläche. Kunststoffgranulat kann bei der Reinigungswirkung nicht ganz mit Korund mithalten, entwickelt dafür aber auch wesentlich weniger Staub bei der Anwendung. Das feinste Ergebnis erhält man durch Glasperlen, die mit Natrium versetzt wurden. Das stabilitätsfördernde Natrium bewirkt eine plastische Verformung und erhöht damit sogar die Festigkeit des Werkstücks. Die Oberfläche wird dabei kaum aufgeraut. Eine Sandstrahlpistole mit feinen Glasperlen als Strahlmittel kann daher eine schon fast polierende Wirkung erzielen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Trockeneis als Strahlmittel. Trockeneis hinterlässt keine Rückstände, da es verdampft. Daher ist dieses Material viel oberflächenschonender als die anderen Strahlmittel.

Schutzausrüstung für die Sandstrahlpistole

Bei der Arbeit mit einer Sandstrahlpistole ist Schutzkleidung unbedingt notwendig. Neben robuster Kleidung sind Schutzbrille, Atemschutz und Gehörschutz Pflicht. Robuste Schutzkleidung schützt den Arbeiter vor dem 3-10 bar starken Strahl. Eine Schutzbrille verhindert, dass abprallende Teilchen die Augen verletzen. Der Atemschutz vermeidet Staubablagerungen in der Lunge. Nicht zuletzt sollte ein Gehörschutz getragen werden, da die dauerhafte Lärmentwicklung der Sandstrahlpistole und des Kompressors die Ohren schädigt.

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