Reinigungsfirmen – Zahlen und Fakten

Reinigungsfirmen - Büroreinigung umsatzstärkster Bereich
Reinigungsfirmen - Büroreinigung umsatzstärkster Bereich © Rainer Sturm by pixelio.de

Seit dem der Zwang für den Meister im Gebäudereinigungshandwerk abgeschafft wurde, kann man sich sehr einfach selbstständig machen. Dies wird auch in den Zahlen, die man von den Branchenverbänden bekommt, bestätigt. Gab es im letzten Jahr des Meisterzwangs knapp 7000 Reinigungsfirmen, explodierte die Zahl bis zum Jahr 2006 auf über 21.000 Betriebe. Gebäudereinigung ist eine Boombranche.

Reinigungsfirmen – der Überblick

Die deutschen Reinigungsfirmen sind in vielen Bereichen tätig. Der mit Abstand größte Umsatz wird bei der Büroreinigung erzielt. Mehr als die Hälfte der Einnahmen entstammen dem Sektor. Die zweitwichtigste Einkommensquelle ist die Industriereinigung. Rund elf Prozent kann dieser Teilbereich für sich verbuchen. Insgesamt umfassen die beiden Sektoren knapp 70 Prozent der Erlöse, die von den Reinigungsfirmen insgesamt erwirtschaftet werden. Die restlichen 30 Prozent setzen sich unter anderem aus Glas-, Schul- und Verkehrsmittelreinigung zusammen.

Die Reinigungsfirmen sind größtenteils im Mittelstand angesiedelt. Über 80 Prozent der Betriebe haben einen Umsatz, der geringer als 500.000 Euro ist. Gemeinsam erwirtschaften sie aber nur fünfzehn Prozent vom Branchenumsatz. Nur zwei Prozent der Reinigungsfirmen haben einen Erlös, der die fünf Millionen Euro Grenze übersteigt, aber rund die Hälfte der Umsätze wird durch diese Branchen-Schwergewichte erzielt. Zusammenfassend kann man sagen, dass es eine Ungleichverteilung zwischen Unternehmensanzahl und Umsatz gibt. Die vielen kleinen Reinigungsfirmen stehen wenigen Branchengiganten mit hohen Umsätzen gegenüber.

Reinigungsfirmen: Selbstständigkeit?

Wenn Sie ebenfalls in der Gebäudereinigung aktiv werden wollen, sollten Sie über ausreichende Qualifikationen verfügen. Neben den praktischen Fachkenntnissen muss man in der Selbstständigkeit rechtliche, betriebswirtschaftliche und organisatorische Anforderungen bewältigen. Ein Meister, auch wenn nicht mehr notwendig, ist ein gutes Mittel, um einen fachlichen Qualitätsnachweis zu erlangen. Darüber hinaus wird man in den anderen Bereichen ausgiebig geschult. Zusätzlich empfehlen sich Besuche bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer und bei den diversen Existenzgründungsinitiativen.

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