Sandstrahlen ist nicht gleich Sandstrahlen

Bei der äußeren Gebäudereinigung kommt teilweise das Verfahren des Sandstrahlens zum Einsatz. Dabei erfolgt durch den Fassadenreiniger eine Oberflächenbehandlung der Hauswand, wobei der Sand als Schleifmittel fungiert. Ein Kompressor sorgt dafür, dass dieses Schleifmittel mit hohem Druck auf die Wand trifft.

Sandstrahlen: Auf den Druck kommt es an

Für den Erfolg der Reinigung ist die Aufprallgeschwindigkeit mitentscheidend. Je höher der Druck beim Sandstrahlen ist, desto mehr Material wird abgetragen. Aber auch der Werkstoff, der gereinigt werden soll, spielt eine Rolle bei der Einstellung des richtigen Drucks. So benötigt man bei Metallteilen etwa sechs bis sieben bar, um Rost effektiv entfernen zu können Bei der Reinigung von Beton reichen hingegen drei bis vier bar vollkommen aus. Bei noch höherem Druck besteht sogar die Gefahr, dass zu viel Material abgetragen wird. Man spricht dabei von einer abrasiven Wirkung.

Schleifmittel beim Sandstrahlen

Neben dem Druck kommt es auch auf das richtige Schleifmittel an, wobei auch die Art der Verschmutzung mitentscheidend ist. Man spricht zwar vom Sandstrahlen. Dabei handelt es sich jedoch eher um einen verallgemeinerten Oberbegriff. Zum Einsatz kommen neben Sand unter anderem Korund, Kunststoffgranulat, Glasperlen und Trockeneis:

  • Korund ist sehr scharfkantig und zum Entfernen von Lacken geeignet. Es hinterlässt raue Oberflächen.
  • Das Strahlen mit Kunststoffgranulat ist staubfrei. Außerdem ist diese Reinigungsform weit weniger abrasiv.
  • Deutlich glattere Oberflächen sind beim Einsatz von Glasperlen zu erreichen. Werden ganz feine Perlen genutzt, kann die Oberfläche sogar poliert werden.
  • Die schonendste Reinigungsvariante ist das Trockeneisstrahlen. Hierbei bleiben außerdem keine Stahlmittelrückstände zurück.

Der Einsatz von Quarzsand ist in Deutschland gänzlich verboten, da es durch die Ablagerung von quarzhaltigem Staub in der Lunge zu bindegewebsartigen Knotenbildungen kommen kann. Das wiederum kann zu Atemnot, Husten, chronischer Bronchitis und im schlimmsten Fall sogar zum Tod durch Ersticken führen.

Sandstrahlen ist somit nicht gleich Sandstrahlen!

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