Klimaschutz durch Umrüsten von Kälteanlagen

Der Klimaschutz rückt in unserer Gesellschaft immer weiter in den Vordergrund. Gerade der Einsatz von Kälteanlagen spielt dabei eine große Rolle. Neben Energieeinsparungen, die durch den Einsatz neuerer Geräte zu erreichen sind, arbeiten diese auch mit umweltfreundlicheren Kältemitteln und tragen so direkt zum Klimaschutz bei. Deshalb untersagt die EU-Verordnung im Artikel 5 EG-VO 1005/2009 seit dem 1. Januar 2010 die Verwendung von unverarbeiteten teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen. Besonders der nicht mehr zeitgemäße Einsatz des Chlordifluormethans R22 als Kältemittel steht dabei im Fokus. Die Verwendung von R22 ist im Sinne des Klimaschutzes zu vermeiden, da es die Ozonschicht schädigt. Für neue Kälteanlagen darf Chlordifluormethan gar nicht mehr hergestellt werden. Bestehende Anlagen müssen bis Ende 2014 umgerüstet oder ausgetauscht werden.

Klimaschutz im Rahmen des Facility Managements

Klimaschutz durch den Einsatz moderner Klimaanlagen

Klimaschutz durch den Einsatz moderner Klimaanlagen - © Ayla87 by stock.xchng

Im Sinne des Klimaschutzes ist es für den Facility Manager überlegenswert, die bestehenden Anlagen schon heute umzurüsten. Auch ökonomische Vorteile sprechen dafür. Obwohl ein Austausch von alten R22-Anlagen mit Investitionskosten verbunden ist, sind längerfristig finanzielle Einsparungen durch den geringeren Energieverbrauch gesichert. Durch die Verwendung des azetropen Kältegemischs R410A lassen sich die Betriebskosten teilweise um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) will ebenfalls seinen Beitrag zum Klimaschutz durch die Verringerung des Energieverbrauchs in der Klima- und Kältetechnik leisten. In diesem Zusammenhang hat die BAFA die „Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an gewerblichen Klimaanlagen“ herausgebracht. Darin heißt es, dass Zuschüsse erteilt werden bei der Erneuerung von Kälteanlagen, deren jährlicher Energieverbrauch 150.000 kWh übersteigt bzw. bei denen das Potenzial für die Minderung des Energieverbrauchs höher als 35 Prozent ist.

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